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  • AutorenbildBlack Panther Marketing

Musik in der Verkaufspsychologie




In der Welt des Einzelhandels spielt die sensorische Erfahrung eine entscheidende Rolle, insbesondere die akustische Umgebung, die oft unbewusst unsere Kaufentscheidungen beeinflusst. Ein faszinierendes Beispiel hierfür ist die gezielte Nutzung von Musik in der Weinabteilung großer Supermärkte.


Es ist ein gewöhnlicher Samstagabend, und während Sie durch die Gänge eines Supermarkts schlendern, bemerken Sie vielleicht nicht sofort, aber die Musik ändert sich subtil, wenn Sie die Weinabteilung betreten. Statt der üblichen Ladenmusik erklingt plötzlich französische Musik. Dies ist kein Zufall, sondern eine gezielte Marketingstrategie, die darauf abzielt, den teureren französischen Wein attraktiver zu machen.


Die Musik in beiden Abteilungen hat dieselben Beats per Minute (BPM) und Tonarten, was den Übergang nahtlos macht und weniger auffällig für das ungeübte Ohr. Diese subtile Änderung kann jedoch eine emotionale Reaktion hervorrufen, die den Umsatz steigern kann. Tatsächlich zeigen Studien, dass angepasste musikalische Untermalung in bestimmten Verkaufsbereichen den Umsatz um bis zu 30% steigern kann.


Diese Taktik ist ein Beispiel für Neuromarketing, ein Ansatz, bei dem Erkenntnisse über das menschliche Gehirn und Verhalten genutzt werden, um Marketingstrategien effektiver zu gestalten. Die Idee ist, dass die richtige Musik das Einkaufserlebnis nicht nur angenehmer macht, sondern auch subtil die Wahrnehmung und die Bereitschaft zu kaufen beeinflusst.






Musik im Einzelhandel kann die Kaufentscheidungen der Konsumenten stark beeinflussen. Studien haben gezeigt, dass verschiedene Aspekte der Musik, wie Tempo, Lautstärke und Genre, die Stimmung und das Verhalten der Käufer beeinflussen können. Zum Beispiel kann langsame Musik dazu führen, dass Kunden mehr Zeit in einem Geschäft verbringen und mehr kaufen, während schnelle Musik dazu führen kann, dass Kunden schneller essen und mehr Getränke konsumieren. Auch das Musikgenre kann einen Einfluss haben; klassische Musik kann beispielsweise dazu führen, dass Kunden bereit sind, mehr für Produkte zu zahlen, während Popmusik diese Wirkung nicht zeigt.


Darüber hinaus kann Musik, die kulturell passend zur angebotenen Ware ist, wie französische Musik in der Weinabteilung, die Verkaufszahlen bestimmter Produkte erhöhen, indem sie unbewusst die Produktwahl beeinflusst. Solche Musik kann dazu führen, dass Kunden eher zu Produkten greifen, die mit der Musik assoziiert werden, wie französischer Wein, wenn französische Musik gespielt wird.


Diese Erkenntnisse nutzen Einzelhändler, um gezielt Musik in ihren Geschäften einzusetzen, die das Einkaufserlebnis verbessern und die Verkaufszahlen steigern kann. Weitere Informationen zu den Auswirkungen von Musik auf das Kaufverhalten finden Sie auf Seiten wie Cloud Cover Music und Psychological Science.


Hier sind die Quellenangaben zu den wichtigsten Aussagen über die Auswirkungen von Musik auf das Kaufverhalten:


Einfluss von Musik auf die Verweildauer und Kaufentscheidungen im Einzelhandel: Eine Studie aus dem Jahr 1982 fand heraus, dass langsame Musik dazu führen kann, dass Kunden mehr Zeit im Geschäft verbringen und dies zu einer Umsatzsteigerung von 32% führen kann. Quelle: Cloud Cover Music.


Musikgenre und Produktwahl: Eine Studie zeigte, dass französische Musik in der Weinabteilung dazu führen kann, dass mehr französischer Wein verkauft wird. Ähnliche Ergebnisse wurden mit deutscher Musik erzielt, die zu einem erhöhten Verkauf von Bieren und Würstchen führte. Quelle: Adrian North et al., Journal of Retailing.


Preiswahrnehmung und Musik: Klassische Musik kann dazu führen, dass Kunden bereit sind, mehr für Luxusprodukte zu zahlen. Diese Musik wird oft mit einer gehobenen Atmosphäre assoziiert, was die Zahlungsbereitschaft erhöhen kann. Quelle: Adrian North et al., Journal of Retailing.

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